Robin und Schnuff

Autor: Sjoerd Kuyper

Illustration: Marije Tolman

Titel: Robin und Schnuff – Geschichten zum Vorlesen

Verlag: Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart

Erscheinungsjahr: 2015

Robin ist ein kleiner Junge und Schnuff sein Kuschelschweinchen, welches ihn in fast allen Lebenslagen begleitet. Wenn Robin Ritter spielt, wird auch Schnuff zum Ritter. Dann heißen die Beiden Validon und Bullerich. Als Robins Mama ein Baby erwartet, wird auch Schnuff zum Baby. Zum Dahinschmelzen Szenen wie diese:

Wieder küssen sie sich, Robin und Mama und Papa. Und jetzt macht auch Schnuff mit. Schnuff als Baby. Sie küssen sich alle vier gleichzeitig. Mundwinkel, auf Mundwinkel, Mundwinkel auf Mundwinkel, Mundwinkel auf Schweineschnauze, Schweineschnauze auf Mundwinkel. Ganze zehn Mal üben sie den Viererkuss. Für das Baby, wenn es kommt.

 

Suse wird das Baby dann genannt und die Schweineschnauze beim Viererkuss mit dem Babymundwinkel ersetzt.

Beim familiären weihnachtlichen Krippenspiel ist Suse das Jesuskind, Robin der Hirte, Opa der Josef, Schnuff Maria, Oma der Esel, Mama der Mann der sagt, dass Josef und Maria verreisen müssen und zu guter Letzt Papa der Regisseur.

Es sind Momente wie dieser oder jener, als Robin Schwesterchen Suse zu sich ins Bett nimmt und sein kleines Bruderherz einfach nur noch von Liebe erfüllt ist. Oder jene Momente, in denen Robin mit dem Opa über Gott philosophiert, an den die Eltern nicht so recht glauben mögen.      Und dann Robins erste Liebe adressiert an Sandkastenfreundin Nelli und wenig später an Frau Tineke, die Lehrerin.

Einerseits rührend und absolut nachvollziehbar – wie unzählige weitere scheinbar mitten aus dem Leben gegriffene Szenen wie diese – beschrieben wird Robins Konflikt, als er sich nicht über die Schwelle zu gehen und etwas zu sagen traut angesichts von Öhmchen, der Uroma, auf dem Sterbebett. Andererseits die  Inszenierung einer wunderbar heilen kindlichen Bullerbü-Welt mit überaus sympathischen Protagonisten.

Ein wunderbar warmherziges Vorlesebuch mit einem ganz eigenen Sprachstil, der sich kurzer, für Kinder verständlicher Sätze bedient und dennoch für den Vorleser angenehm bleibt.

Ebenso sind die ansprechenden farbigen Illustrationen ein Genuss für Auge und Herz.

Hanna Nebe-Rector, malkastl.de

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