Das schlaue Buch vom Büchermachen

Text und Illustration: Daniel Napp

Verlag: Gerstenberg Verlag

2016

 

Wer gern liest, wird sich vielleicht irgendwann fragen, wie denn so ein Buch eigentlich gemacht wird. Dann ist es gut, wenn es ein Buch wie „Das schlaue Buch vom Büchermachen“ gibt, welches insbesondere Kindern Schritt-für-Schritt erklärt, wie ein Bilderbuch entsteht und anschaulich macht, dass es eine weite Wegstrecke von der ersten Idee bis zum fertigen Buch ist.

Als Moderator und Lieferant interessanter Zusatzinformationen in Sprechblasen tritt eine kleine Maus in roter Latzhose auf jeder der siebzehn Doppelseiten auf. So erklärt Konrad Maus gleich nach dem Aufschlagen des Buches, dass die inneren Umschlagseiten, welche den Buchblock mit dem Buchdeckel verbinden, in der Buchfachsprache Vorsatzpapier genannt werden. Dass dieses Vorsatzpapier auch wunderbar gestaltet werden und wie hier in skizzenhaften Zeichnungen erste Informationen zur Welt des Büchermachens liefern kann, ist zugleich die erste Wahrnehmung.

Die eigentliche Erzählerin, welche sich in der Ich-Form direkt an ihre jungen Leser wendet, ist Kinderbuchautorin, heißt Petra Fuchs und ist auch tatsächlich ein Fuchs.  Petra Fuchs plaudert aus dem Autoren-Nähkästchen und verrät, wann ihr die besten Einfälle für Geschichten kommen. Mit einem Dachs, dem Kinderbuchillustrator Julius Dachs, tauscht sie sich beim Kaffee über ihre neueste Buchidee, den Astronautenhasen, aus. Über weitere tierische Vertreter wie Igel, Eule, Wildschwein oder Reh werden auf kindgerechte Art, und ohne dass die vermittelten Informationen allzu trocken daherkommen, die gängigen Abläufe, Begriffe und Berufsgruppen in der Buchwelt erläutert, wobei die sympathischen und mitunter recht witzigen Illustrationen auf unterhaltsame Weise das im Text Erzählte verdeutlichen und nonverbal ergänzen.           So bleibt die Fülle an neuen Informationen lebendig, wird niemals langweilig oder für Kinder schwer verdaulich.

Als dann nach weiter Wegstrecke „Der Astronautenhase“ endlich als fertiges Buch in der Buchhandlung steht, kann sich neben dem Gefühl der Mit-Freude über das gelungene Projekt auch das Gefühl, nach der Lektüre wieder ein stückweit schlauer geworden zu sein, einstellen.

Das empfehlenswerte Sachbuch ist eine Bereicherung für alle, die sich mit Büchern beschäftigen, umso mehr für Kinder, welche sich erträumen, irgendwann eine eigene Geschichte zwischen zwei Buchdeckel zu bringen, zugleich Nachschlagewerk und Motivationsgeber. So wird „Das schlaue Buch vom Büchermachen“ zum Buch für schlaue Büchermacher – wie zum Beispiel die Buchkinder im MALKASTL*!

Hanna Nebe-Rector, http://www.malkastl.de

* Auf unserer MALKASTL-Facebookseite kann ein Blick darauf geworfen werden, wie die Geisenhausener Buchkinder -unter anderem auch mit Hilfe des hier vorgestellten Buches- eigene Buchprojekte verwirklichen:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1006953119342898.1073741996.277116992326518&type=3

 

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