Briefe an mein Baby, Briefe an mein Enkelkind

Verlag: moses.

2016

 

Wir alle sind als soziale Wesen  ein Leben lang geprägt von unserem Umfeld, unseren Bezugspersonen, Freunden und Verwandten, aber auch -bewusst oder unbewusst- von unseren Vorfahren, von deren Erfahrungen, Erlebnissen, Verstrickungen, Glaubenssätzen und Gedanken.

Die sogenannte Biografiearbeit, die als Aspekt in die kunsttherapeutische Arbeit mit einfließen kann, ist eine erhellende Form der Selbstreflexion, einerseits eine Lebensrückschau und damit auch eine Auseinandersetzung mit den persönlichen Wurzeln, ein momentanes Innehalten, andererseits auch ressourcenorientiert in die Zukunft gerichtet und damit insgesamt  Voraussetzung für eine positive Verarbeitung von Lebensthemen.

Wenn auf Gedanken vorheriger Generationen in Form von Erinnerungen, Tagebüchern oder Briefen bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben zurückgegriffen werden kann, ist das ein besonderer, identitätsbildender Schatz, der das ganzheitliche Verständnis vom eigenen Selbst ermöglicht.

Mit Geschenken, wie es Aufzeichnungen der einen Generation für die nächste oder übernächste sein können, beschenkt der Schreibende nicht nur den Adressaten, sondern auch sich selbst.

Eine wunderbare Möglichkeit, gegenwärtige Gedanken für die Zukunft zu konservieren, um diese einem geliebten Menschen zu vermitteln, können handgeschriebene Briefe sein.

Je zwölf zum Büchlein gebundene, teils zu bestimmten Themen vorgesehene und entsprechend grafisch gestaltete Briefumschläge, die sich zu Briefbögen auffalten und später wieder verschließen und mit einem geplanten Datum der Öffnung versehen lassen, sind wie eine kleine Zeitkapsel voller persönlicher Gedanken, vielleicht auch mit Zeichnungen, Zeitungsausschnitten oder beigelegten Fotos, Erinnerungen, Wünsche, Hoffnungen, Ratschläge und Botschaften von unwiederbringlichem, unschätzbaren Wert für denjenigen, an den sie adressiert sind.

Was empfand meine Mutter, als sie mit mir schwanger war? Wie war der Tag meiner Geburt, wie ging es weiter? Wie war unsere Familiengeschichte? Wie waren meine Mutter, mein Vater als Kinder? – Wer eines Tages solche Fragen in Briefform beantwortet erhält, wird es als kostbares Geschenk empfinden.

So sind „Briefe an mein Baby“ oder „Briefe an mein Enkelkind“ ein Geschenk für eine Schwangere, eine frischgebackene Mutter oder Großmutter, die diese später als wertvolles Geschenk an die nächste oder übernächste Generation weitergeben kann.

Hanna Nebe-Rector, http://www.MALKASTL.de

 

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