Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen

Autor: Alicia Potter

Illustration: Birgitta Sif

Übersetzung aus dem Englischen: Ulli und Herbert Günther

Verlag (deutschsprachige Ausgabe): Gerstenberg, 2016

 

Bereits der Titel und vor allem das lustige Titelbild machen neugierig auf das Buch, welches höchstwahrscheinlich nicht nur die Herzen von kleinen und großen Katzenliebhabern höher schlagen lassen wird.

Das hellblaue Vorsatzpapier zeigt zunächst mit flottem Strich gezeichnete Katzen in allen möglichen Lebenslagen. Spätestens auf der ersten Doppelseite beginnt sich der (Vor-)Leser in dieses entzückende Buch, welches auf liebevolle Weise eine reizende Katzengeschichte, die von Ängsten und deren erfolgreicher Überwindung erzählt, zu verlieben.

Mutige Katzen haben natürlich keine Angst vor Vögeln und Mäusen und wissen, wie man auf Bäume klettert und auch wieder von dort herunterkommt, wie man springt und schnurrt und wissen auch, dass man sich vor einem gewöhnlichen Besen nicht fürchten muss.

Schüchterne und ängstliche Katzen jedoch müssen dies alles noch lernen und erregen Henriettes Mitgefühl, so dass sie ein Heim für sie eröffnet, welches schon bald regen Zulauf erfährt.

Henriette bringt ihren Schützlingen alles bei, was sie wissen müssen, um ihre Ängste zu überwinden und mutiger zu werden. Dem Kleinsten und Ängstlichsten unter ihnen, Krümel, den sie besonders ins Herz geschlossen hat, gesteht Henriette, dass auch sie manchmal von Ängsten -und zwar vor Pilzen, Eulen und der Dunkelheit- geplagt wird.

Als Henriettes illustres Katzenheim immer voller wird, so dass eines Nachmittags die begehrte Milch ausgeht, muss sie für Nachschub sorgen. Doch auf dem Weg durch den Wald stolpert Henriette und fällt mit verstauchtem Knöchel in einen Graben. Nun muss sie wohl oder übel in der Dunkelheit ausharren und den Anblick der gefürchteten Eulen und Pilze ertragen.Und auch ihre im Katzenheim allein zurückgelassenen Schützlinge ängstigen und sorgen sich, aber dann beginnen sie sich zu erinnern, was sie von Henriette gelernt haben und trauen sich -ausgerechnet angeführt von dem kleinen Krümel- mit einem Besen bewaffnet hinaus in den gefürchteten Wald, um ihre Freundin Henriette zu suchen …

Auf der letzten Seite angelangt, ist´s letztendlich um den (Vor-)Leser geschehen: er liebt dieses Buch und wird es wieder und wieder zur Hand nehmen wollen, um die liebenswerten, anrührenden und ebenso lustigen Zeichnungen zu betrachten und sich erneut an dieser herzerwärmenden wie lehrreichen Geschichte zu erfreuen.

Hanna Nebe-Rector, http://www.MALKASTL.de

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