Mal mir einen Stern

Text und Illustration: Eric Carle

Verlag: Gerstenberg, 2016

 

Handschriftlich wendet sich der Autor Eric Carle, Schöpfer der Raupe Nimmersatt, am Ende des kleinen Bilderbüchleins an die Leser, die er warmherzig seine Freunde nennt. Eine sympathische Geste, die ebenso gut am Buchanfang vorstellbar wäre.

Eric Carle erzählt in diesen Zeilen davon, dass ihm seine Oma, als er selbst noch ein kleiner Junge war, unter Zuhilfenahme von Reimen nach einem festgelegten Schema das einfache Zeichnen von Sternen beibrachte. Und als er kürzlich im Urlaub von einem Sternschnuppenregen träumte, aus dem ihn ein besonders heller Stern traf, ihn emporhob und über den Nachthimmel schweben ließ, wurden wohl die Sterne der Kindheit wieder sehr lebendig und gaben den Anstoß für den Anfang dieses Buches und zugleich für dessen Ende. Was dazwischen liegt, hätte sich nach den Worten des Autors ganz wie von selbst entwickelt.

Und so liegen zwischen Anfang und Ende wie selbstverständlich und von Künstlerhand gemalt Sonne, Baum, Frau und Mann als Paar, Haus, Hund, Vogel, Schmetterling, Katze, bunte Blumen, regenschwere Wolken, Regenbogen, die dunkle Nacht und der Mond als Symbolik von Licht und Schatten, Werden und Vergehen, Leichtigkeit und Schwere – eine  wunderbar bebilderte unendliche Schöpfungsgeschichte vom ewigen Kreilauf der Dinge und des Lebens, die auch schon die jüngeren Kinder intuiitiv verstehen können.

Hanna Nebe-Rector, http://www.MALKASTL.de

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