Hirameki-Wolkenkino & Hirameki Miau Wau Wau

Autoren: Peng+Hu

Verlag: Antje Kunstmann, 2016

 

Das Faszinierende an Hirameki, der weniger wissenschaftlich gemeinten Variation des von Psychoanalytikern verwendeten und nicht unumstrittenen sogenannten Rorschachtests, ist wohl auch, dass kaum zwei Menschen in ein und demselben Farbenfleck das Gleiche entdecken werden. Während der eine ganz eindeutig in einem Klecks ein Gesicht zu entdecken glaubt, sieht der andere ein Tier und der nächste vielleicht eine exotische Pflanze. Und wird der Klecks gedreht, ergeben sich wiederum völlig neue und verschiedenartige  Assoziationen.

Mit dunklen Tuschestiften, Finelinern oder Kugelschreibern lässt sich diese erste blitzartige Gedankeneingebung, die meist auch die originellste ist und selbst den Zeichner von seiner vielleicht bisher weniger wahrgenommenen Phantasiebegabung freudig überraschen kann, für sich selbst oder die Nachwelt manifestieren.

Nachdem der erste, ebenfalls im Verlag Antje Kunstmann veröffentlichte Kritzel-Klecks-Band der beiden Hiramekimeister Peng+Hu so überaus erfolgreich war (wobei die Methodik an sich eigentlich nichts wirklich Neues darstellt, von den Beiden Klecksesammlern und -virtuosen jedoch besonders charmant ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde und so entsprechende Aufmerksamkeit erfahren hat), gibt es nun zwei weitere Büchlein dieser Art, die große Lust entfachen, augenblicklich den Stift zu zücken und loszukritzeln – eines für passionierte Wolkengucker und das andere für Hunde-und Katzenfreunde.

Hirameki-Miau Wau Wau gibt dem angehenden tierlieben Kritzler mit der abgegrenzten Thematik einen strukturierenden Rahmen: nun kann er fast nicht anders, als in den vielgestaltigen und -farbigen Klecksen Katzen oder Hunde zu entdecken und deren jeweilige Charakteristik, biologische Vielfältigkeit und individuelle Eigenarten aus den amorphen Vorgaben herauszuarbeiten und zu skurrilen Vertretern ihrer Art werden zu lassen.

Das Hirameki-Wolkenkino bietet analog für alle leidenschaftlichen In-den Himmel-Gucker in nackenschonender Buchform zahlreiche Wolkenbilder zum Entdecken figürlicher Essenzen, die nur darauf zu warten scheinen, mit phantasievollem Gekritzel eine ganz individuelle Note zu bekommen.

Kurzum: Hirameki macht in jedem Falle einen Riesenspaß, von dem man eigentlich nie genug bekommen kann!

Hanna Nebe-Rector, http://www.MALKASTL.de

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s