Kneipenquiz-Das Original

Text: Tom Zimmermann, Darren Gundorf

Spielkonzept: Marco Teubner, Heinrich Glumler

Grafik/Gestaltung: Kreativbunker

Verlag: moses., 2016

 

Die Kneipenquiz-Spielidee kommt ursprünglich aus Großbritannien und Irland, wo es traditionell häufig in Pubs in großer Runde gespielt wird. Gundorf und Zimmermann, die auf das Spiel zuerst in Reykjavik gestoßen sind, brachten die Idee anlässlich der Bareröffnung eines Freundes in Altona nach Deutschland, wo sich das gemeinsame Rätseln über Fragen aus verschiedensten Themengebieten ebenfalls bald großer Beliebtheit erfreute.

Das Spiel muss natürlich nicht zwingend in einer Kneipe gespielt werden, genausogut geht das auch in geselliger Runde zuhause oder beispielsweise in einem Atelier (wo wir es ausprobiert haben). Je größer und geselliger die Spielrunde, umso besser. Es geht nämlich darum, dass die Runde gegen dasSpiel selbst antritt. Je mehr Teilnehmer, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unter ihnen einige die Fragen beantworten können. Denn die kniffligen Fragen sind anspruchsvoll und daher auch erst für Mitspieler ab ca. 16 Jahren geeignet.

Es gibt mehrere unterschiedlich schwierige Spielvarianten, wobei wir uns zum Einstieg für die leichteste namens Easy-peasy entschieden haben. Im Team, das eine Eule als Spielfigur erhält, wird in insgesamt 5 Runden gegen 4 fiktive Gegner in Form verschiedenfarbiger Bierflaschen gespielt, wobei eine Sanduhr die Dauer einer Runde jeweils auf 5 Minuten begrenzt. Einer der Mitspieler wird zum Quizmaster ernannt und liest die Fragen auf der gezogenen Quizfragenkarte vor. Zusammen einigt man sich dann -immer mit Blick auf die Sanduhr- auf die richtigen Antworten oder versucht sie zu erraten. Bis zur Auflösung mit Verlesung der richtigen Antworten auf der Kartenrückseite heißt es, strategisch vorzugehen und die fünf Werteplättchen, die in jeder Runde neu ausgegeben werden, so umzuordnen, dass die Wahrscheinlichkeit zum Vorrücken der Eule in Bezug auf die Bierflaschen entsprechend der Einschätzung der mutmaßlich richtig beantworteten Fragen am größten wird. Das Fiese ist nämlich, dass trotz richtig gegebener Antwort neben der Eule auch die Bierflaschen entsprechend der angegebenen grünen Zahl auf dem Werteplättchen trotzdem vorrücken dürfen. Bei falscher Antwort rücken nur die auf dem Plättchen angegebenen Bierflaschen im Sinne der roten  weiter. Glück hat man dann, wenn zusätzliche Bonuspunkt-Eulen auf den Plättchen auftauchen. Nach fünf Runden ist das Spiel am Ende.

Einerseits macht die gemeinsame Suche nach den richtigen Antworten großen Spaß und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Andererseits kann die Spielfreude aber schnell dadurch getrübt werden, dass die Spielrunde  von den Bierflaschen allzu früh überrundet und chancenlos abgehängt wird, was der eigenwilligen Punktevergabe geschuldet ist und schnell demotivierend wirken kann. Das ließe sich vielleicht mit kreativer Auslegung der Spielregeln etwas abmildern. Bei einigen Antworten auf der Kartenrückseite hätten wir uns zur Erklärung noch etwas mehr zusätzliche Hintergrundinformationen gewünscht. Sehr gut gefallen hat uns das ansprechende Design des Spiels mit den integrierten Schubladen für das Spielezubehör. Allerdings müssen die Spielfiguren nach Spielende immer wieder auseinandergebaut werden, wenn man alles Zubehör in den Schubladen verstauen will. Deshalb dürfte das Format der Kiste insgesamt etwas größer sein.

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