Ich war´s nicht, sagt Robinhund

Illustration und Text: Alice Lima de Faria

Verlag: Mixtvision, 2017

 

Robinhund ist einer, der immer irgendwie aus der Reihe tanzt, der überall aneckt.

Am liebsten spielt Robinhund (… ja, tatsächlich ist es ein niedliches dackelartiges Hundewesen mit großen langen Hasenohren, bekleidet mit einem braunen Pullover) mit dem großen verständigen Bruder (eine größere Ausgabe von Robinhund, bekleidet mit einer braunen Hose), dem er alles erzählen kann, im gemeinsamen selbstgebauten Baumhaus. In den Kindergarten hingegen geht Robinhund weniger gern und meint lapidar, dort wären alle doof. Und wie einer selbsterfüllenden Prophezeiung gemäß passieren dort die Missgeschicke und Zusammenstöße mit den anderen Kindern (diese eher sympathischen Phantasiewesen als Kindern ähnlich) am laufenden Band: Milch verschüttet, Fritzi zu hoch geschaukelt, Onno mit dem Ball getroffen … Hedda, die Kindergärtnerin (mit strenger Miene, grünem Kopf und grünen Haaren) ist immer wieder enttäuscht von Robinhund. Dabei war er das doch alles gar nicht – jedenfalls nicht mit Absicht!

Die eigenwilligen, einerseits reduzierten und großflächigen, andererseits mimisch einzigartig differenzierten, tiefe Gefühle preisgebenden Illustrationen der norwegisch-schwedischen Bilderbuchdebütantin sind geradezu herzerwärmend und erzählen liebevoll, einfühlsam und authentisch alltägliche Begebenheiten aus dem Kindergartenalltag, mit denen sich von ähnlichen Sorgen geplagte Kinder unmittelbar identifizieren können.

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