Ein Hund namens Kominek

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector, Malkastl.de

Zu Beginn der Geschichte lebt Kominek, ein zotteliger kleiner schwarzer Hund,  zusammen mit dem alten Tadeusz zurückgezogen auf einem Bauernhof-Schrottplatz am Stadtrand von Przemysl, eines polnischen Örtchens am Fuße der Karpaten. Die meiste Zeit sind Kominek und Tadeusz, die eine anrührende Freundschaft verbindet, allein. Nur gelegentlich kommt der Briefträger Janusz mit der Post und Essenseinkäufen vorbei, ansonsten besteht das Leben aus Ruhe und vertrauter Zweisamkeit. Kominek macht es sich mit Vorliebe auf den Sitzen der alten Schrottautos gemütlich und lauscht der Musik aus deren Radios, während Tadeusz an diesen schraubt und bastelt.

Doch eines Tages wird die friedliche Idylle jäh zerrissen, als der alte Tadeusz stirbt und für Kominek nichts mehr so ist wie es war. Nun beginnt sich Janusz der Postbote verantwortlich für den tieftrauernden Hund, dem er bisher in respektvoller Distanz begegnete, zu fühlen und wagt erste zaghafte Annäherungsversuche. Als Janusz bemerkt, dass der Hund musikalisch ist, bringt er seine alte Klarinette aus längst vergangenen Zeiten als Orchestermusiker mit und beginnt für Kominek zu spielen. Spätestens an diesem Punkt ist die neue freundschaft besiegelt und Janusz glaubt seinen Augen kaum, als er entdeckt, dass der Hund nicht nur gern Musik hört, sondern sich dazu auch tanzend bewegt. Eine Idee beginnt zu reifen.

So kommt es, dass die Beiden Abschied von Przemysl nehmen, um als Straßenmusiker durch die Lande zu ziehen und überall ihr Publikum verzaubern. Und zu guter Letzt eröffnet sich für Kominek und Janusz sogar eine vielversprechende Zukunft in Amerika.

Die poetische Geschichte rund um die Freundschaft zwischen Mensch und Tier, liebevoll illustriert in zahlreichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen in einem wunderbaren Retro-Stil, bleibt noch lange im Gedächtnis und zaubert ein wohlig wärmendes Gefühl in die Herzen der Leser aller Altersstufen.

 

Buchtitel: Ein Hund namens Kominek

Hardcover, 118 Seiten

Text: Antje Bones

Illustration: Jasmin Schäfer

Verlag: Knesebeck

2018

ISBN 978-3-95728-9

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