Edison

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector (Malkastl.de)

 

Hinter den prallvollen Regalen einer zeitlos schönen Buchhandlung gibt es eine geheime Universität – die Universität der Mäuse. Unzählige  Mäusestudenten  lauschen dort hochkonzentriert den wissenschaftlichen Vorträgen ihres Mäuseprofessors.

Eine dieser wissbegierigen Mäuse, Pete, ein etwas schüchterner junger Mäuserich, nimmt all seinen Mut zusammen und bittet nach einer Vorlesung den Professor um dessen Hilfe. Pete ist auf der Suche nach einem Schatz. Einer seiner Vorfahren hat einen geheimnisvollen Zettel hinterlassen, der auf einen Schatz und eine Reise nach Amerika hinweist. Seit langer Zeit ist dieser Zettel nun schon in Familienbesitz und der neugierige Pete will der Sache endlich auf den Grund gehen. Der Professor hilft Pete und sucht in alten Aktenordnern nach entsprechenden Hinweisen. Wie sich herausstellt, hat Petes Vorfahre versucht, mit dem Schiff über den Atlantik nach Amerika zu gelangen, aber das Schiff verunglückte. Glücklicherweise wurden aber alle Passagiere gerettet. Ob aber auch Mäuse zu den geretteten Passagieren zählten? Alles deutet darauf hin, dass der besagte Schatz mit dem Schiff  auf den Meeresgrund gesunken ist. Am liebsten will sich Pete zusammen mit dem Professor sogleich dorthin auf den Weg machen, aber  der Professor  fühlt sich für derartige Forschungsreisen schon zu alt. Aber Pete gibt nicht auf. In der Badewanne unternimmt er erste Tauch-Experimente mit einer von ihm entwickelten Tauchglocke, was beinahe schiefgeht. Jedoch ist der Professor rechtzeitig zur Stelle. Ihm imponiert Petes Forscherdrang und nun will er doch bei der Schatzsuche behilflich sein. Jetzt wird gemeinsam weitergeforscht und so mancher Ansatz nach Missgeschicken wieder verworfen, bis schließlich der Plan eines U-Boot-Baus in die Tat umgesetzt wird. Als blinde Passagiere gehen die beiden Mäuse an Bord eines Schiffes, von dem aus sie an der passenden Stelle mit ihrem selbstgebauten U-Boot über Bord gehen wollen. Von Fischschwärmen umkreist gehen sie auf Tauchgang, bis sie an die Stelle des damals versunkenen Schiffes, welches nun als Wrack auf dem Meeresboden liegt, gelangen. Und dort entdecken sie tatsächlich eine Mäuse-Schatzkiste und darin das Tagebuch eines Erfinders, bei dem die letzten Seiten fehlen. Mit detektivischem Gespür kommen die Mäuse schließlich hinter das Geheimnis seiner Erfindung.

Torben Kuhlmann, der Autor und Illustrator dieser spannenden Mäuse- Abenteuer- und Wissenschafts-Bilderbuchgeschichte, hat schon zuvor große Erfolge mit weiteren Mäuse-Abenteuerbüchern wie „Lindbergh- Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ (2012) und „Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ (2016) feiern können. Mit dem neuen Mäuseabenteuer, das diesmal in die Tiefe des Meeres geht, wird er seine Leser bestimmt wieder ähnlich begeistern können. Wie schon in den vorhergehenden Bänden sind diese gefesselt von den wunderbaren Zeichnungen, welche Szenarien aus Mäuseperspektive in atmosphärischer Dichte zeigen, die  verwoben sind mit zahlreichen Details der jeweiligen Zeit und bereichert durch zahlreiche wissenschaftliche Skizzen und Notizen, welche an Aufzeichnungen eines Leonardo da Vinci erinnern.

Dass die Protagonisten niedliche Mäuse sind, macht die Geschichte zugänglicher und geschmeidiger für ein Bilderbuch, für das sich Kinder wie Erwachsene gleichermaßen begeistern können.

 

Torben Kuhlmann: Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes

Verlag NordSüd, 2018

 

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