Raupe Berta hoch im Baum

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector (Malkastl.de)

 

Hoch oben im Baum (dieser übrigens ganz unkonventionell mit knallig rosafarbener Rinde)sitzt die türkisfarbene Raupe Berta und widmet sich der Körperpflege – genauer gesagt, sie rasiert sich ihren Haarflaum mit einem elektrischen Rasierapparat (der Strom dazu kommt aus der Steckdose im Baumstamm). Erschreckt durch einen Vogelklecks von noch weiter oben verliert Berta ihren Rasierer und dieser purzelt in die Tiefe. Zwecks der Suche nach dem Rasierapparat klettert Berta abwärts, wobei sie verschiedenen Tieren (auch diese überwiegend wieder in ungewöhnlicher Farbgebung) in den unteren Baum-Etagen begegnet und diese nach dem herabgefallenen Teil befragt. Knapp geben die Tiere auch darüber Auskunft, wollen Berta jedoch viel lieber in Gesprächsthemen zu ihren eigenen Befindlichkeiten verwickeln. Und so berichtet ein pinkfarbener Tausendfüßler mit orangenen Schuhen voller Stolz über seine Fortschritte beim Üben des Schuhschleifen-Bindens, die mit bunten Farbklecksen übersäte orangefarbene Schnecke braucht eine Farbberatung beim Streichen ihres Häuschens, wobei sie sich nebenbei noch über den Verlust ihres Eimers mit der violetten Farbe beklagt, den der herabfallende Rasierer mit sich gerissen hat, der Sprecht fordert Bewunderung für sein Schnitzkunstwerk ein und die Spinne, welche mit dem Flicken ihres Netzes, durch das der Rasierer gefallen ist, beschäftigt ist, versucht die Raupe –erfolglos- in ihr Netz zu locken. Schließlich landet  Berta etwas unsanft unten bei den Baumwurzeln an, wo sich auch der Rasierer wiederfindet. Mit diesem hat sich inzwischen ein Igel eine flotte Frisur verpasst. Und wer beim Lesen und Schauen gut aufgepasst hat, errät nun auch, warum der Igel violette Stacheln hat.

Mit viel Situationskomik nimmt die in flotten Reimen spannend erzählte und farbenfroh bebilderte Geschichte ihren Lauf, wobei eine besondere Dynamik entsteht, die Leser und Vorleser mitreißt und zum Lachen bringt.

 

Raupe Berta hoch im Baum

Dirk Schmidt (Illustration) & Barbara Schmidt (Text)

Kunstmann, 2018

 

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