Archiv der Kategorie: Familienbuch

Alle Welt

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector (Malkastl.de):

Das 2013 erstmals im Moritz-Verlag erschienene und mehrfach ausgezeichnete Landkartenbuch ist 2018 in einer erweiterten Neuauflage erschienen. Mit Karten von Ägypten, Dänemark, Estland, Vietnam, Türkei, Taiwan, Ungarn, Ukraine, Slowakei, Argentinien, Kongo, Korea, Kuba, Portugal, Norwegen, Litauen, Lettland, Georgien, Iran und Irland sind zu den vorherigen 42 Länderkarten 20 neue hinzugekommen, so dass in der jetzt vorliegenden Auflage insgesamt 62 Länder der Welt  vorgestellt werden.

Die vordere Umschlag-Doppelseite des großformatigen Buches (27,5 x 37,5 cm) dient gleichzeitig als Weltkarte und Inhaltsverzeichnis, so dass die einzelnen Länder schnell gefunden werden können.

Die hinteren Umschlagseiten sowie deren vorhergehende Doppelseite bilden die Flaggen der Welt ab, auch jene, deren zugehörige Länder (noch) nicht im Buch vorgestellt werden.

Auf den Seiten 6 und 7 gibt die Weltkarte eine Übersicht über Kontinente und Weltmeere, bevor auf der nächsten Doppelseite eine Europa-Karte und daran anschließend 28 Karten europäischer Länder von Island bis Griechenland folgen. Die Asien-Übersichtskarte auf den Seiten 64 und 65 ist den 14 vorgestellten asiatischen Ländern von Russland bis Vietnam vorangestellt. Analog geht es weiter mit 9 afrikanischen, 4 nord- und mittelamerikanischen und 5 südamerikanischen Ländern, gefolgt von Ozeanien (mit Australien, Neuseeland und Fidschi), der Arktis und schließlich Antarktis.

Auf einzigartige Weise, geprägt vom unverwechselbaren Illustrationsstil des polnischen Künstlerpaares Aleksandra und Daniel Mizielinsky, werden die einzelnen Länder je auf einer Doppelseite in Form einer Landkarte, in welche sich neben Informationen zur Hauptstadt, Sprache, Einwohnerzahl und Fläche des Landes die größeren Städte und vor allem zahlreiche zeichnerische Elemente als Informationen über Flora und Fauna, Flüsse, Seen, angrenzende Meere, Inseln und Gebirge, Sehenswürdigkeiten, landestypische Sitten und Gebräuche, Berühmtheiten sowie kulinarische Besonderheiten einfügen. Eine unermessliche Fülle an interessanten und wissenswerten, liebevoll gezeichneten Details zu vielen Ländern dieser Erde erschließt sich allein durch das Betrachten der sympathischen Illustrationen.

Betrachten wir Dänemark als eines der neu hinzugekommenen Länder auf den Seiten 14 und 15: Wer sich die Illustrationen genauer anschaut, erfährt eine Unmenge über das liebenswerte nordeuropäische Land wie zum Beispiel, dass es dort für die gemütliche Stimmung unter lieben Menschen sogar ein eigenes Wort, nämlich „Hygge“,  gibt, dass dort Kinder etwa  Emil oder Freja genannt werden, dass dort ein Kobold namens Nisse als guter Hausgeist erscheint, viele Häuser mit Dächern aus Seegras gedeckt werden, wo die Reste alter Wikingerdörfer zu finden sind, dass Niels Bohr in Dänemark die Struktur der Atome erforschte, dort ein Gericht namens Leverpostej verspeist wird oder wo das berühmte Legoland besichtigt werden kann.

Es ist ein großartiges Erlebnis und Abenteuer für Kinder ebenso wie für Erwachsene, sich mit dem Buch zu beschäftigen, damit in Gedanken die Welt bereisen zu können, beim Betrachten Wissenswertes zu erfahren und zu entdecken, mit seiner Hilfe Reisen vor- oder nachbereiten zu können und sich dabei an den einzigartigen Illustrationen zu erfreuen.

Unbedingt zu empfehlen für jedes Familien-Buchregal!

 

Alle Welt. Das Landkartenbuch. Erweiterte Neuausgabe

Aleksandra und Daniel Mizielinski

Moritz Verlag, 2018

Übersetzung aus dem Polnischen: Thomas Weiler

ISBN 978 3 89565 370 4

 

 

Advertisements

Plötzlich war Lysander da

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector, Malkastl.de

Als der Briefträger Post für die dicke Dora, den langen Luis und die kleine Kathinka ins Mauseloch bringt, können sie es erst kaum glauben: Im Brief vom Bürgermeister steht geschrieben, dass jemand bei ihnen einziehen soll. Die Mäuse sind beunruhigt und befürchten, weder genug Platz noch genug Kartoffeln für einen mehr zu haben. Und schon platzt am Abend der neue Mitbewohner, ein roter Lurch namens Lysander, ins beschauliche Leben der kleinen Mäusefamilie. Der Lurch ist recht freundlich, hat jedoch völlig andere Gewohnheiten als die Mäuse, die ein wenig empört sind darüber, dass Lysander alles durcheinanderzubringen scheint. Und ein wenig Angst vor dem Unbekannten ist wohl auch mit im Spiel. So verdächtigt die kleine Kathinka den neuen Gast gar, mit dem Verschwinden ihrer Puppe etwas zu tun zu haben. Als sie aber beobachtet, was Lysander mit seinen mitgebrachten Körnchen und Erde in der Badewanne, die ihm als Platz zugewiesen wurde, anstellt, wird sie zunehmend neugierig. Und siehe da, am nächsten Morgen gibt es eine wunderbare Überraschung, die alle sehr erfreut und sie schneller als gedacht zu einer neuen Familiengemeinschaft zusammenwachsen lässt.

Es ist erstaunlich, wie hervorragend es Antje Damm gelingt, ein komplexes und hochaktuelles Thema – die Konfrontation mit dem Fremden und die damit verbundenen Ängste – in eine auch für jüngere Kinder gut verständliche Bilderbuchform zu bringen und die zu Herzen gehende Geschichte dank einer interessanten Collagetechnik, die große Freude beim Anschauen bereitet und zuweilen den Eindruck vermittelt mitten im Geschehen zu sein, ausdrucksstark und liebenswert zu illustrieren.

Sehr zu empfehlen, wunderbar anzuschauen und bestens geeignet, um über potentielle Vorurteile, aufkommende Ängste, aber auch Möglichkeiten bei der Begegnung und im Umgang mit Neuem und Unbekanntem miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Und plötzlich war Lysander da

Antje Damm

Moritz Verlag

2017

ISBN 978 3 89565 344 5

Kleine Nachteule Aurelia

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector, Malkastl.de

Das Drama spielt sich täglich abends in unzähligen Familien ab: die lieben Kleinen wollen nicht ins Bett. So auch Aurelia, welche nicht schlafen gehen will, weil sie überhaupt noch nicht müde ist, in Dorothea Flechsigs neuem Bilderbuch aus dem Glückschuh Verlag.

Aurelia, die wir schon aus dem Bilderbuch „Kleiner Dreckspatz Aurelia – wasch dich doch mal!“ kennen, ist ein kleiner Wirbelwind, wissbegierig, voller Tatendrang und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Auch die anbrechende Nacht kann kleine Abenteurer wie Aurelia kaum stoppen.

Wie schon im ersten Buch thematisiert die Autorin, welche ursprünglich mal Tierforscherin werden wollte, alltägliche Familienthemen und verknüpft diese mit Wissenswertem aus der Natur und Tierwelt. Auch diesmal bekräftigt Aurelias Papa seine Argumente mit tierischen Beispielen, um zu betonen, dass jeder mal schlafen müsse wie dies auch kleine Nachteulen, Fledermäuse, Igel, Erdmännchen, Flamingos tun müssen, um sich von den täglichen Abenteuern zu erholen. Pfiffig, wie Aurelia ist, belässt sie es nicht dabei, sondern will erst einmal ganz genau wissen, wie die genannten Tiere denn eigentlich in den Schlaf finden. Aurelias Papa gibt bereitwillig darüber Auskunft. Und sogleich wird erstmal alles auf Schlaftauglichkeit ausprobiert – zusammengekauert wie eine Eule, kopfüberhängend wie eine Fledermaus, eingerollt wie ein Igel, auf einem Haufen voller Gefährten (in diesem Fall müssen Aurelias Kuscheltiere dafür herhalten) liegend, auf einem Bein wie der Flamingo stehend oder „im Flug“ wie die Mauersegler einzuschlafen. Und weil das ziemlich anstrengend ist, all die verschiedenen Schlafpositionen auszuprobieren, ist Aurelia nun auch entsprechend müde. Zum Einschlafen fehlt nur noch der entscheidende Hinweis von Papa, welcher seiner neugierigen Tochter erklären soll, wie die Gorillas schlafen (nämlich wie wir Menschen aneinandergekuschelt) – und endlich ist es soweit: Beide schlafen gorillamäßig ein.

Die liebenswerte Einschlaf-Geschichte, einfühlsam, detailreich und farbenfroh bebildert von Suse Bauer, ist die ideale Lektüre für kleine Nachteulen und deren Eltern und eignet sich hervorragend, den Nachwuchs mit einem schönen – und nebenbei lehrreichen wie sportlichen – Familienritual in den Schlaf zu begleiten.

 

Kleine Nachteule Aurelia – Schlaf doch mal!

Dorothea Flechsig/ Suse Bauer

Glückschuh Verlag

2018

ISBN: 978-3-943030-60-0

Oje, ein Buch!

Buchvorstellung von Hanna Nebe-Rector, Malkastl.de

Oje, ein Buch! – Fast ein Ausruf des Entsetzens, den die Smartphone-affine Frau Asperilla da ausstößt, als ihr der kleine Juri freudig das Buchgeschenk von Herrn Schnippel (wer auch immer das sein mag) präsentiert und Frau Asperilla tatsächlich denkt, dass sie angesichts eines scheinbaren Irrtums etwas wiedergutzumachen hätte. Juri, der zwar weiß, dass ein Buchgeschenk niemals ein Fehler sein kann, geht auf das Wiedergutmachungsangebot nur zu gern ein und schlägt dazu das gemeinsame Anschauen des Buches vor. Ganz schön clever, denkt der (Vor)leser und ahnt bereits, dass Frau Asperilla wohl leider zu jenen Zeitgenossen zu gehören scheint, die mit Büchern wenig bis gar nichts anzufangen wissen – ganz im Gegensatz zu Juri. Der kann sich das Gehabe von Frau Asperilla eigentlich nur so erklären, dass sie ihn nur auf den Arm nähme (aber leider ist es bittere Realität), als sie tatsächlich nicht zu wissen scheint, dass sich Bücher nicht von selbst vorlesen, man sich beim Lesen etwas vorstellen muss, es immer von links nach rechts geht und dass man nicht wischen sondern umblättern muss, um zu wissen, wie es weitergeht. Und Bilder werden in Büchern auch nicht größer, wenn man sie zwischen Daumen und Zeigefinger auseinanderzuziehen versucht, muss Frau Asperilla enttäuscht feststellen.

Weil aber Juri für Frau Asperilla ein ausgesprochen geduldiger und kundiger Vorlese-Lehrer ist, von dem man auch so nützliche Sachen übers Vorlesen lernt wie zum Beispiel, dass man doch möglichst krächzen sollte, wenn im Buch ein krächzendes Monster etwas sagt, gewinnt auch sie – zögerlich, aber stetig – Gefallen an dem mysteriösen Medium Buch, wird neugierig wie ein Kind auf dessen Inhalt, fiebert ängstlich mit im Zuge des Geschehens in der Geschichte, als mäusefangende Katzen und Monster darin auftauchen. Und ebenso lernt sie durch Klein-Juris philosophische Erkenntnis (die gleichzeitig in einer Mini-Geschichte in der Geschichte – von zwei Vögeln und einem roten Faden- verdeutlicht wird)  auch, dass die Sichtweise auf die Dinge davon abhängt, von welcher Seite aus man sie anschaut.

Die  Umkehrung von Klischees gelingt hier als interessanter und überraschender  Aspekt des parallelen Erzählens von drei  geschickt miteinander verknüpften Geschichten, welche mit augenzwinkernder Leichtigkeit daherkommen und mit frischen, reduzierten und gleichzeitig aussagestarken Buntstiftzeichnungen bebildert sind.

Wie viel zwischen zwei Menschen, die sich gemeinsam ein Buch anschauen, passieren kann, zeigt das Buch, welches als Anlass zum Nachdenken und Miteinander-Reden für alle großen und kleinen Leseratten ebenso wie für alle Buchmuffel und Smartphone-Junkies sehr zu empfehlen ist, auf geniale Weise.

 

Oje,ein Buch!

Lorenz Pauli/ Miriam Zedelius

Verlag atlantis

2018

ISBN 978-3-7152-8742-1

Kurt der Bär ist viel zu ….

Illustration und Text: Peng

Verlag: Kunstmann, 2018

 

Der österreichische Cartoonist Peng, welcher zusammen mit Hu (Rudi Hurzlmeier) als Peng+Hu die phänomenalen Hirameki-Bücher entwickelte, hat sein erstes Kinderbuch als Papp-Bilderbuch veröffentlicht.

Ein  viel zu schwerer Bär, ein Einhorn mit sehr ungewöhnlich platziertem Horn am Allerwertesten, eine schielende lange grüne Schlange, ein Hase im weißen Unterhemd  mit roter Pappnase  und Kussmund-Spuren nebst Verehrerinnen, ein besonders witziges und mit blonder Föhnfrisur ausgestattetes bebrilltes Krokodil namens Emil, welches -Zufall?-  irgendwie an einen amerikanischen Präsidenten erinnert, ein boxendes Känguru mit ebenfalls boxendem Baby im Beutel, ein golfender Wolf, ein rosa gelockter und Nudeln schlürfender Pudel, ein im Liegestuhl chillendes Huhn, eine urbayrische Gans in Lederhose mit Brezel und  andere tierische Protagonisten bekommen hier ihren Auftritt in Form lustiger Cartoons und Verse, die zu vervollständigen sind und dabei Kleinen wie Großen viel Spaß am Schauen und Reimen versprechen.

Kunst mit Torte

Illustration: Thé Tjong-Khing

Verlag: Moritz-Verlag, 2017

 

In seinen Torte-Büchern erzählt Thé Tjong-Khing spannende und abenteuerliche Bildergeschichten ganz ohne Worte. Sehr genaues Hinschauen, immer wieder Vor- und Zurückblättern und pfiffiges Kombinieren sind hier gefragt.

Diesmal geht es um die Welt der Kunst, genauer gesagt um einen Kunstraub, bei dessen Aufklärung wieder die den Torte-Buch-Fans bereits bekannten tierischen Protagonisten helfen. Ein von Frau Hund gemaltes Bild, auf welchem ein Hund mit Torte zu sehen ist, wird aus der Kunstgalerie gestohlen. Dies träumt die  in ihrem von allerlei Kunstbüchern umgebenen Lesesessel eingeschlummerte Künstlerin. Bei der Verfolgung des Räubers streift die tierische Ermittler-Gesellschaft durch Landschaften und Szenarien dem kollektiven Gedächtnis bekannter Gemälde – so von van Gogh, Mondrian, Gauguin, Kandinsky, Beckmann, Munch oder Hokusai. Deren namentliche Zuordnung wird erleichtert durch Vergleichen der den Gemälden entlehnten Motive mit den auf den Vorsatzseiten abgebildeten zahlreichen kleinen Bilder-Piktogrammen,  so dass das kriminalistische Ermitteln geschickt mit kunsthistorischer Wissenserweiterung verknüpft wird.

Den unterschiedlichen Handlungssträngen zu folgen und schließlich mitsamt den Verfolgern den Kunstraub Schritt für Schritt aufzuklären, kann zum kniffligen Vergnügen für alle kunstbegeisterten großen und kleinen Kinder werden.

Da bist du ja!

Da bist du ja! Die Liebe, der Anfang – allüberall

Text: Lorenz Pauli

Illustration: Kathrin Schärer

Verlag: atlantis, 2017 (3.Auflage)

 

Liebevoll blicken sich die beiden Bilderbuchhelden –deren Zugehörigkeit zu bestimmten Tierspezies wie etwa Hund oder Schwein nur bedingt definierbar, doch ebenso unerheblich ist- direkt in die Augen und scheinen in diesen vertrauensvollen Blick alles legen zu wollen, was nur selten mit Worten hinreichend auszudrücken ist: das Gefühl tiefster Zuneigung, der Liebe.

Das Große und das Kleine, wie die beiden namen-, geschlechts- und alterslosen und damit universellen hinreißenden Wesen im Buch genannt werden, haben sich ziemlich lieb, das sieht und merkt man sofort. Gemeinsam sinnieren sie über den Anfang dieser (Liebes-)geschichte ihrer innigen Freundschaft und Verbundenheit – wie es plötzlich „RUMMMMMS“ machte, und die Liebe kam und das Große dachte, dass diese so groß wäre, dass sie niemals Platz in ihm hätte und wie das Kleine damals spürte, dass es hier bei dem Großen genau richtig wäre und dieses Gefühl voller Poesie auszudrücken versucht. Dass das Kleine mag, dass das Große nicht alles mag, dass alles einen Anfang, aber nicht alles ein Ende haben muss, dass es ein gemeinsames Ziel gibt, nämlich jenes, immer wieder ein kleines Stückchen Anfang zu finden, dass die Liebe nicht aufhören muss, wenn sich einer verändert, sondern das, was sich nie ändert, wie ein Kirschkern sei, aus dem ein Baum wachsen kann.

Poetisches, Tiefgründiges und Philosophisches schwingt hier federleicht inmitten liebevoll gezeichneter Szenarien, in denen das Große und das Kleine durchs Universum schweben, sich herzzerreißende Blicke zuwerfen, ihre Nähe genießen, Schabernack treiben, den Mond bestaunen und in Baumkronen hockend philosophieren.

Herzerwärmender, anrührender, umwerfender und liebevoller kann man die Liebe kaum beschreiben – ein Bilderbuch, in welches man sich augenblicklich verlieben muss!

 

Fell und Feder

Text: Lorenz Pauli

Illustration: KathrinSchärer

Verlag: Atlantis (Orell Füssli), 2017

 

Wir lieben die Bilderbücher von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer! Ihre Texte und Bilder sind etwas ganz Besonderes: spannend,  einfallsreich, abenteuerlich, humorvoll, herzerwärmend, voller mimischer Feinheiten und Nuancen. Mit Begeisterung haben wir, die Kinder aus den Malgruppen der Kunstwerkstatt MALKASTL und des Ateliers ChaMALeon , uns  bereits viele ihrer ganz besonders schönen Bilderbuchgeschichten vorlesen lassen und uns davon zum Malen inspirieren lassen.

Im neuen Pauli/Schärer-Bilderbuch geht es um die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft – zwischen einem Huhn und einem Hund. Fell und Feder, wie die Beiden heißen, spielen ihre eigene Geschichte in einem Theaterstück. Beide wünschen sich etwas: Das Huhn wünscht sich ein großes Abenteuer und würde am liebsten dabei einen Schatz finden. Der Hund wünscht sich sehnlichst einen Freund, am liebsten einen, der groß und stark und klug ist und der Geschichten erzählen kann.

Fell und Feder wollen einander bei der Erfüllung ihrer Wünsche behilflich sein. Was sie daraufhin miteinander erleben, ist an sich schon Abenteuer genug und -ohne es zunächst selbst so richtig zu merken- eigentlich sind sie dabei schon beste Freunde geworden.

Das Publikum ist begeistert vom Theaterstück, weil es deutlich gespürt hat, dass es im Theater um das wahre Leben geht. Fell und Feder haben gespürt, dass ihre Wünsche schon längst erfüllt worden sind.

Mit wunderbar anrührenden Zeichnungen und weisen Erkenntnissen, die zwischen den Zeilen erspürbar werden, ist dies wieder ein ausgesprochen schönes und kluges Pauli/Schärer-Bilderbuch, das das Zeug zum Klassiker hat.

Das kreative Weihnachtsbastelbuch

Text und Illustration: Lydia Crook

Verlag: Knesebeck, 2017

 

Vorlagen für weihnachtlichen Bastelspaß aus Papier für die ganze Familie bietet die kreative Weihnachtsbastelbuch-Broschüre von Lydia Crook.

Der rote Einband mit goldgeprägtem Titelschriftzug, ebenso goldener, auf eine Girlande aufgereihter Weihnachtsschmuck und viele filigrane Schneeflockenkristalle stimmen auf das traditionelle Basteln in der Advents-und Weihnachtszeit ein.

Mit der Vorstellung verschiedener Bastel-, Mal- und Spielideen finden Familien viele Anregungen zur kreativen Beschäftigung mit Papier, um daraus Adventskalender und Weihnachtsschmuck zu basteln oder sich mit weihnachtlichen Spielen die Wartezeit bis zum Fest zu verkürzen.

Auf hochwertigem festen Papier sind viele Formen zum Ausschneiden und/oder Ausmalen vorgegeben, aus denen sich schöne Weihnachtsdekorationen wie zum Beispiel ein reichlich geschmückter kleiner Weihnachtsbaum, Papierengel zum Aufstellen oder tolle 3D-Schneeflocken oder ein 3D-Rentier oder eine bewegliche Flexi-Schneeflocke zaubern lassen.

Eine lustige Weihnachtsgeschichte -erzählt von zwei bis vier Mitspielern- kann entstehen, wenn der Spielanleitung gefolgt wird. Wer Memoryspielen mag, findet im Buch eine Spielvorlage zum Ausschneiden. Sehr schön sind auch die Ideen zur Gestaltung von Weihnachtsmotiven aus Fingerabdrücken oder eine recht knifflige Herausforderung der Magische Bildwechsler mit Weihnachtsmotiven.

Weniger originell hingegen erscheinen Vorschläge wie jene, ein Blatt Papier in viele kleine Schnipsel zu zerreißen, in die Luft zu werfen und es schneien zu lassen oder ein (rotes!) Blatt in der Mitte auseinanderzureißen, um es zu Schneebällen zusammenzuknüllen oder einen Weihnachtsbaum mit geschlossenen Augen auszumalen.

Glücklicherweise überwiegen die schöneren Bastel- und Spielideen, so dass das Buch ein passendes Geschenk zur Beschäftigung in der Weihnachtszeit sein kann.

 

Hirameki-Party-Tischsets

von Peng+Hu

Verlag Antje Kunstmann, 2017

 

Kritzeln ist etwas Wunderbares, es macht Spaß, es entspannt und fast alle tun es – Kinder kritzeln während öder Unterrichtsstunden in ihre Schulhefte, Erwachsene tun es bei sich endlos hinziehenden Telefonaten …

Die Künstler Peng+Hu sind Meister des Kritzelns. Ihre inspirierende Hirameki-Technik kultiviert das Kritzeln, indem sie Zufallsprodukten wie Farbklecksen oder Flecken durch Hinzuügen weniger Tuschestriche gegenständlichen oder figürlichen Sinn verleiht.

In unförmigen Gebilden lassen sich mit ein wenig Phantasie Vögel, Fische, Blumen, Landschaften, Monster, Fabelwesen und vieles mehr entdecken, welche sich durch prägnante graphische Ergänzungen herauskristallisieren.

Von den bisherigen Hirameki-Büchern haben sich bereits zahlreiche kleine und große Menschen in unseren Malgruppen zu eigenen Kritzelkunstwerken begeistert inspirieren lassen!

Nun gibt es in einem großen Abreißblock mit 36 Blättern den Hirameki-Spaß in Form von Tisch-Sets aus Papier, die sich sowohl als lustige Unterlage für ein Gedeck als auch zur kreativen Beschäftigung im Anschluss an das Essen wunderbar für Kindergeburtstage und alle anderen Partys eignen. So kommt garantiert keine Langeweile auf! Durch Essensreste verursachte Flecken sind hierbei kein Problem, können diese doch gleich mit in die Ideenfindung einbezogen werden.

Wir sind begeistert und freuen uns schon sehr auf die nächste Hirameki-Kritzel-Party!